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Moschusverbindungen
Wirkstoff
Moschus-Verbindungen sind künstliche Duftstoffe, die Produkten einen angenehmen Duft verleihen sollen, sie haben ansonst keinen Nutzen. Sie sind für Laien nicht erkennbar, da sie auf der Verpackung nur unter dem Sammelbegriff "Parfum", "Fragrance" oder "Aroma" deklariert werden müssen.
Dem Namen verdanken sie dem heute nicht mehr eingesetzten kostbaren Duftstoff aus dem Sexuallockstoff aus den Drüsen der Moschus-Tiere.
Die Nitromoschus-Verbindungen "Moschus Ambrette", "Moschus Mosken" und "Moschus Tibeten" sind in Kosmetik mittlerweile verboten. Nitro-Moschusverbindungen gelten als Allergene, manche als möglicherweise krebserregend oder hormonell wirksam.
Immer mehr Hersteller setzen deshalb auf polyzyklische Moschus-Verbindungen. Diese sind aber schwer biologisch abbaubar und reichern sich, wie die Nitro-Moschusverbindungen auch im Wasser, in tierischem und menschlischem Fettgewebe und sogar in Muttermilch an.
Auch sie haben möglicherweise hormonelle Wirkungen und zerstören Leberzellen.
Synthetische Parfümstoffe in Kosmetika sind bei empfindlichen Menschen oft Ursache von Unverträglichkeiten oder allergischen Reaktionen.
Quelle: Ökotest