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Viele Frauen und auch Männer wünschen sich lange Haare, schaffen es über eine gewisse Länge jedoch nicht hinaus. Vermutlich gibt es tatsächlich Haare, die absolut ungeeignet sind um sie wachsen zu lassen, jedoch lässt sich das nicht pauschalisieren. Egal ob Kraus oder glatt, dick oder fein, lange gepflegte Haare sind immer ein Hingucker!
Oft wird behauptet, lange Haare seien sehr zeitaufwendig und benötigten viel Pflege. Es stimmt auch, dass lange Haare besonders sorgfältig behandelt werden müssen, dies nimmt jedoch nicht zwingend mehr Zeit in Anspruch.
[bearbeiten] Waschen und Pflegen
Wichtig ist: sei lieb zu deinen Haaren! Bei taillenlangen Haaren sind die Spitzen mehrere Jahre alt und mussten viele Strapazen durchmachen, auch wenn sie gut behandelt werden.
Man sollte die Haare möglichst selten und vorsichtig waschen (siehe Haare schonend waschen. Manche schwören auf Conditioner Only, bei den meisten Langhaarigen ist aber zumindest ein Conditioner nach der Haarwäsche unerlässlich. Nach der Haarwäsche bringt eine saure Rinse Glanz. Die meisten Haare können eine regelmässig Kur gut vertragen, auch ein Leave-in ist empfehlenswert, damit die empfindlichen Spitzen geschützt werden.
Nach dem Waschen wird das Wasser mit einem Handtuch sorgfältig aus den Haaren gedrückt - nicht rubbeln! Das kann die Haarstruktur schädigen. Es ist empfehlenswert, die Haare an der Luft trocknen zu lassen.
Egal was die Werbung verspricht: Kaputte Haare (Spliss) lassen sich nicht reparieren! Der einzige Weg, kaputte Haare loszuwerden ist der Griff zur Schere. Also ist es besser, Schäden von Anfang an zu vermeiden. Trockene oder strapazierte Haare können aber durchaus mit viel Pflege wieder ansehnlich werden.
[bearbeiten] Kämmen und Bürsten
Qualitativ gute Bürsten oder Kämme sind das Wichtigste! Bei schlechter Qualität können die Haare durch das Bürsten mechanisch geschädigt werden. Ob jetzt Bürsten oder Kämmen besser geeignet sind, kommt auf den Haartyp an, glatte Haare kommen oft mit Bürsten gut zurecht, während Lockenköpfe lieber grobzinkige Kämme verwenden. Bei den Bürsten sind besonders Wildschweinborstenbürsten zu empfehlen, Kämme sollten wenn möglich handgefertigt oder zumindest entgratet sein.
Bei Holzbürsten sollte man darauf achten, dass zwischen dem einzelnen Stäbchen und dem Gummikissen kein Spalt ist, in welchem sich das Haar verfangen kann. Das Stäbchen sollte in das Kissen eingelassen sein. Gleiches gilt für eventuell an den Spitzen angebrachte Noppen.
Es ist besser mit dem Kämmen zu warten, bis die Haare trocken sind. Nasse und feuchte Haare sind sehr empfindlich und können überdehnt werden, was zu einer irreparablen Schädigung der Haarstruktur führt. Zuerst sollte man die Haare mit den Fingern entwirren. Bei manchen Lockenköpfen reicht das vollkommen aus. Dann arbeitet man sich von unten nach oben vor. Zuerst werden die Spitzen entwirrt, dann nimmt man sich ein Stück der Länge vor, usw. bis man die ganzen Haare durchkämmen kann.
[bearbeiten] Föhnen, Styling & Frisuren
Heisses Föhnen strapaziert die Haare sehr, es kann einerseits die Haare sehr austrocknen, anderseits die Haarstruktur auch irreparabel schädigen. Deswegen ist es von Vorteil die Haare entweder gar nicht zu föhnen und wenn, dann auf Kaltstufe.
Bei den Haaraccessoires sollte man darauf achten, dass sie keine scharfen Kanten aus Metall oder Plastik haben, diese können zu Haarbruch führen. Die meisten Haaraccessoires sind alles andere als haarfreundlich. Haargummis sollten nicht zu schmal sein und keine Metallteile haben. Frottee-Gummis oder solche aus Stoff sind im allgemeinen unbedenklich für das Haar.
Die Haare offen zu tragen strapaziert diese, weil sie an der Kleidung und aneinander reiben. Es schont die Haare, wenn man sie geflochten oder hochgesteckt trägt. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Frisuren nicht zu straff sind, weil sonst zu viel Zug auf den Haarwurzeln ist - was sich auch durch Schmerzen äussert, die nach einer gewissen Zeit auftreten.
Föhnen und Glätteisen - Lockenwickler - Haarschmuck und Accessoires - offen versus hochgesteckt - "Schlaffrisuren"
Beim Haare züchten ist natürlich nicht nur die Länge entscheidend, sondern auch die Qualität der Haare.
Es empfiehlt sich , die Spitzen regelmäßig von splissigen und kaputten Enden zu befreien, ein genauer Zeitpunkt kann nicht verallgemeinert angegeben werden, da sollte jeder Züchter selbst darauf achten. Wichtig ist es, eine speziell fürs Haare schneiden bestimmte Schere zu benutzen, eine ungeeignete Schere quetscht das Haar anstelle es sauber abzuschneiden, der nächste Spliss ist vorprogrammiert.
Bei einem Splissschnitt schneidet man nur kaputte und splissige Haare oder Haarspitzen ab. Diese können sich auch mitten in den Längen befinden und nicht nur an den Spitzen. Manche Friseure bieten einen Splissschnitt an, allerdings kann das jeder oder jede auch selber machen.
Bei einem Spitzenschnitt werden alle Haarspitzen abgeschnitten. Dies ist eher zu empfehlen wenn die Haare ausgefranst aussehen, denn den ganzen Spliss erwischt man so sicher nicht. Wenn man sich die Spitzen bei einem Friseur schneiden lässt, sollte man bei der Auswahl vorsichtig sein: Viele Friseure verstehen unter einem Spitzenschnitt etwas anderes als Haarzüchter. Also am besten direkt am Haar zeigen, wie viel abgeschnitten werden soll! Und wenn der Friseur einen versucht zu überreden etwas anderes als einen Spitzenschnitt zu machen, sollte man sich noch einmal überlegen, ob man ihm die kostbaren Haare anvertrauen will ;-)
Chemisches Färben strapaziert die Haare sehr. Deswegen sind Pflanzenhaarfarben oft die bessere Alternative (siehe Pflanzenhaarfarben - Übersicht und Pflanzenhaarfarben - Anwendung), da sie das Haar nicht schädigen, sondern es im Gegenteil noch stärken.
Intensivtönungen sind zwar eigentlich auch Färbungen (d.h. sie waschen sie nie mehr ganz heraus!), aber weniger agressiv als richtige Colorationen. Sie verblassen zwar nach kürzerer Zeit, aber da man wegen des Ansatzes sowieso öfter nachtönen/färben müsste, spielt das im Endeffekt oft kaum eine Rolle.
Schaumtönungen waschen sich nach ein paar Haarwäschen aus, nur selten kann ein leichter Schimmer zurückbleiben. Sie sind generell unschädlich für die Haare.
[bearbeiten] Ernährung & Nahrungsergänzungsmittel
Allgemein kann man sagen dass eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse auch gut für die Haare ist.
Viele Beauties helfen dem Haarwuchs mit wachstumsfördernden Mitteln wie Blütenpollen oder Kieselerde auf die Sprünge und erzielen zum Teil damit große Erfolge.
[bearbeiten] Die goldenen Haarpflegeregeln der Beautyjunkies
- die Haare nicht so oft waschen
- die Haare nicht heiß, besser mit lauwarmen bis leicht kaltem Wasser ausspülen
- am besten nicht nass kämmen
- selten bis gar nicht fönen
- regelmäßig Haarkuren z.B. mit Öl machen
- eine Reise nach Wien antreten, um dort excellente Hilfe zu bekommen in Sachen Pflege und Züchten :-)
- möglichst Shampoos mit Zuckertensiden verwenden (z.B von Logona, Lavera, Sante, Sanoll..), diese strapazieren Haare und Kopfhaut nicht zu sehr
- regelmäßig die Spitzen schneiden