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Formaldehyd/-abspalter
Konservierungsmittel
Formaldehyd wird als Konservierungsmittel eingesetzt, da er schon in kleinen Mengen äußerst wirksam Bakterien abtötet.
FA steht in Verdacht, Krebs auszulösen. Sicher ist, dass er schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt, stark allergen wirkt und die Haut schneller altern lässt.
Reines Formaldehyd wird auch als solches deklariert (Inci: Formaldehyde), wird in dieser Form bei uns inzwischen selten in pflegenden Kosmetikprodukten eingesetzt. Ausnahme: Nagelhärter. Außerdem werden in Nagellacken häufig formaldehydhaltige Harze eingesetzt, die Ausschläge und Ekzeme hervorrufen können, man findet sie in der Inci als Tosylamide/Formaldehyde Resin.
Wer denkt, dass FA in Nagellacken nicht so schlimm sei, sollte sich vergegenwärtigen, wie oft man unbewußt mit den Händen das Gesicht berührt.
FA kann auch durch chemische Reaktionen mit DHA (einem Wirkstoff, der die Haut bräunt) entstehen, wenn das DHA unter längerer Einwirkung von Wärme ausgesetzt ist.
FA-Abspalter, auch FA-donatoren oder FA-Depotstoffe genannt, enthalten FA in gebundener Form und können es nach und nach abgegen. Wird in dieser Form häufig als Konservierer eingesetzt.
Abspalter lassen sich wie folgt erkennen:
- Benzylhemiformal
- 2-Bromo-2-nitropropane-1,3-diol
- 5-Bromo-5-nitro-1,3-dioxane
- Diazolidinyl Urea
- Imidazolidinyl Urea
- Quaternium-15
- DMDM Hydantoin
- Sodium Hydroxymethylglycinate
- Methenamine
Auch ohne Deklaration können sich diese Stoffe in Kosmetika tummeln, verursacht druch Verunreinigungen oder Vorkonservierung der Rohstoffe.
Quelle: Ökotest
Links Inci-Lexikon