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Vollständige Version anzeigen : Die richtige Pflege fürs Männergesicht


Yummy1976
01.10.2006, 09:18
Hallo,

ich hoffe der Titel war nicht zu kontrovers ;-)

Es geht vielmehr darum,das ich mit Lloreal Men Expert, Nivea Men und Konsorten nicht so richtig glücklich werde.

Meine Gesichtshaut neigt ein wenig zum Glänzen und zu erweiterten Poren. Ist aber nicht unrein.

Habt ihr eine Empfehlung für eine Tagescreme nach der Rasur, die auch gleich ein wenig mattiert und das Hautbild bessert und ein passendes Waschgel?

Alverde z.B. soll in dem Bereich doch einiges können, oder?

Vielen Dank schon mal für eure Tipps und bis gleich!

Daniel

Naschkatze
01.10.2006, 11:10
Hi Daniel,
wenn es nicht unbedingt NK sein muss, habe ich folgenden Tip für Dich:
Boss Skin Care
Das ist eine Pflegeserie für Männer. Von der Serie gibt es eine tolle Creme, vielleicht bekommst Du ein Pröbchen und kannst die mal testen.
Mein Freund benutzt das Augengel von Boss und ist super zufrieden!!
Andrea :-)

Yummy1976
01.10.2006, 12:56
Es muss nicht unbedingt Naturkost sein :)
Aber bei den Luxusmarken bin ich doch noch etwas skeptisch was das Preis/Leistungsverhältnis angeht. Und sonst bin ich halt weiterhin nur am probieren ...

Selbst das "Sehr gut" getestete Florena Men war ein kompletter Flop für mich...

Biesi
01.10.2006, 23:09
Versuch es doch einfach mal mit dem Cremes, die nicht speziell für Männer gemacht/etikettiert sind. Da mein Freund sowas gar nicht nutzt kann ich Dir leider keinen Tip geben, aber Du kannst ja nochmal im dm/Rossmann schauen. Würde nur nix gegen Pickel nehmen, die Sachen sind ziemlich aggressiv. Es gibt z.B. eine mattierende Creme von AoK, die ist nicht teuer und ich fand die eigentlich immer gut.

Alfie
02.10.2006, 01:36
Sehr große ganz kleine Unterschiede
Männerhaut ist ganz anders. Das suggeriert jedenfalls das Marketing für Männerpflegeprodukte. Auf der Suche nach den echten großen medizinischen Unterschieden wird man aber nicht wirklich fündig
Unter dem Mikroskop sind alle Menschen gleich. Da gibt es keinen Unterschied. Jedenfalls keinen, der mit verstärktem Auge erkennbar wäre. Nehmen Sie ein Stück Haut, legen Sie es unter das Mikroskop und lassen Sie Dermatologen durchschauen: Keiner wird sagen können, ob das von einem Mann oder einer Frau ist. Diese Frage könne nur eine genaue Untersuchung klären, etwa eine, in der Hormone genau gemessen werden. Der große Unterschied zwischen Männer- und Frauenhaut, wird herbeigeredet.

Doch die Wirklichkeit findet eben nicht unter dem Mikroskop statt. Schon gar nicht die Realität von Körperpflege- und Kosmetika-Marketing: Wirklichkeit ist ja auch anderswo meist weniger rational als Wissenschaft - und im echten Leben werden kleine und kleinste Unterschiede ganz generell gerne ein bisserl größer gemacht. Das ist so. Geschlechtsspezifische Hautunterschiede "bei dem, worauf es bei Hautpflege wirklich ankommt, komplett irrelevant sind."
Leider will das niemand hören. Nicht zuletzt, weil der Mann für die Kosmetikbranche immer wichtiger wird. Und er anders als die Frau "angesprochen" werden will. Weil er ja auch anders funktioniert. Weil er doch anders ist. Anders lebt. Also auch anders schön ist. Und obwohl sich dieses Anderssein physiologisch lediglich durch eine dickere Lederhautschicht (der zweiten Schicht der Haut), eine stärkere Talgproduktion (Männerhaut ist fetter) und ein anderes Alterungsmuster (Falten kommen später, dann aber ausgeprägt und tief) definiert, ist es nachvollziehbar, dass diese Unterschiede immer deutlicher herausgearbeitet werden müssen.Das sind schöne Bilder, und die Leute wollen Bilder. Das ist an sich nichts Schlechtes, aber mit derselben Logik könnte man Männer- und Frauen-Aspirin anbieten.

Gender-Aspirin

Freilich: Gender-Aspirin gibt es mittlerweile. Aber Aspirin schmeckt nach nichts, riecht nach nichts, fühlt sich nach nichts an - und bietet haptisch, taktil oder designtechnisch kaum genderspezifische Angriffs- oder Ansatzflächen. Und Kosmetika werden eben ganz grundsätzlich anders gestrickt. Es sind Kleinigkeiten, auf die es da ankommt. Aber abgesehen davon, dass der höhere Hautfettgehalt Männer bevorzugt nach leichten denn reichhaltigen Cremen greifen lässt, lägen die Unterschiede tatsächlich meist in Geruchs-, Geschmacks-, Schmierpräferenz- und Gewohnheitsrevieren.
So greifen Frauen etwa lieber in Tiegel als Männer. Männer bevorzugen Tuben oder Spender. Doch auch hier muss man beim Produktdesign das Geschlecht mitdenken.Männer drücken eher mit dem Daumen, Frauen mit dem Zeigefinger auf Spender. Und: Männer wollen Produkte, die schnell einziehen, erfrischen und auf keinen Fall nachfetten. Und Männer wollen nicht glänzen.


Nachtrag: Rasieren. Stimmt, aus Männerhaut sprießen mehr Haare. Aber auch Frauen rasieren sich - nur nicht ganz so oft. Und natürlich gibt es unzählige sehr spezielle Damenrasierer. Dass es zwischen Damen- und Herrenrasierern massive und grundlegende Unterschiede geben muss, kann man in jedem Werbespot sehen. Wirklich schlüssig und wissenschaftlich fundiert erklären kann dies aber kaum jemand. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Oder eben nicht.

Yummy1976
02.10.2006, 10:26
Danke für deine wissenschaftlichen Ausführungen!

Ich habe gar nichts dagegen "Frauen"-Kosmetika zu nutzen,wenn sie denn den Anforderungen meiner Haut gerecht wird.

Habe keine Problemhaut, ganz im Gegenteil, sie ist prima. Weich, rein...sie glänzt halt nur ein bischen :-)

cheers,
daniel