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Vollständige Version anzeigen : Was ist euch wichtiger - die Tätigkeit oder das Produkt?


Marla
08.03.2006, 13:33
Hallo :wink:

So, das ist jetzt vielleicht eine etwas seltsame Frage. Ich stricke gerne, allerdings lege ich eigentlich gar keinen sonderlichen Wert auf handgestrickte Sachen. Mir geht es einfach nur um die Tätigkeit an sich. Das Stricken ist einfach so beruhigend und entspannend, und es ist auch immer interessant zu sehen, ob man eine bestimmte Technik hinbekommt. Aber ich muss gestehen, meinen bisher einzigen Strickpulli, meine Schals und Hauben bisher kein einziges Mal getragen zu haben. Vieles habe ich einfach wieder aufgetrennt und zu Decken für meine Katze verarbeitet :-D
Was ist bei euch wichtiger, wenn ihr bastelt, strickt, häkelt, handwerkt, gärtnert oder was auch immer - die Tätigkeit an sich oder das fertige Produkt?

LG, Marla :-)

Ina
08.03.2006, 16:36
Äääähm, ich liebe meine handgefertigten sachen, hab aber gemischte gefühle, wenn ein Stück fertg ist. Denn die Arbeit daran hat sowas meditatiiiiives.:zustimm: :zustimm: :zustimm:

Also, ich trage hier zuhaus unheimlich gern meine Wollsocken. Und ich bin beinah froh, dass sie sich, weil ich immer auf Socken laufe, irgendwann durchscheuern. dann kann ich Nachschub stricken :irre:

ich liebe es einfach, was vor mich hin zu knüddeln . Und erwiesenermassen sinkt beim handarbeiten der Blutdruck, und alles entspannt sich.
Beim Akkordstricken maut allerdings irgendwann mein Nacken. Daher hab ich nun immer verschiedene Handarbeiten nebenher laufen. Mal strick ich, dann stick ich wieder, und so weiter....

Lurchi
08.03.2006, 20:54
bei mir ist es so, dass es drauf ankommt, was ich mache. beim stricken ist es nicht unbedingt produkt-fixiert, da ich es einfach liebe zu stricken. ich öffne auch oft nochmal weite teile des gestrickten, wenn mir irgendwas nicht gefällt oder wenn ich nur was ausprobieren wollte.
sicherlich trage ich die gestrickten dinge dann auch, aber das ist eher nebensächlich.
wenn ich allerdings an irgend ner deko rumbastel, irgendwas mit serviettentechnik verschöner oder so, dann steht wirklich das produkt im mittelpunkt. da freu ich mich dann auf das fertige ergebnis und darauf, damit mein zimmer zu verschönern :-)

Zeanra
08.03.2006, 21:10
Ich hatte mal eine recht extreme Window-Color-Phase, in der ich teilweise DIN A 2-große Bilder angefertigt habe. Das hatte schon was Meditatives - jedoch waren die meditativen Gedanken genauso schnell wieder vergessen, wenn die Farben nicht so wollten wie ich oder ich schon wieder irgendwo übergemalt habe. Sagen wir´s mal so : ich habe diese Bilder angefangen, um mich zu beschäftigen, und nach einiger Zeit fing ich dann an, wirklich auf Schönheit zu arbeiten und war dann auch immer sehr zufrieden, wenn die Bilder irgendwann komplett getrocknet waren und ich sie aufhängen konnte. :zustimm:

Nimue
08.03.2006, 21:25
Ich glaube ich habe selten etwas Selbst gemachtes getragen oder wirklich verwendet. Oft verschenke ich es.

Ich habe eine zeit Lang Seidentüche "bemalt" mit einer ganz eigenen Technik: Ich habe die Tücher Klitschnass gemacht und aufgehängt, und dann mit Pinel farbe draufgekleckst und mit den Händen verstrichen... hört sich jetzt etwas seltsam an, gab aber ein ziemlich schönes Ergebnis. Und ich habe mich dabei und danach sehr, sehr wohl gefüht, einerseits wegen der Tätigkeit, die extrem befreiend wirkte, andererseits aber auch, weil ich danach ein Erfolgserlebnis hatte und Komplimente dafür bekam... Undzu guter Letzt, weil sich die Leute so gefreut haben, als ich die Tücher verschenkte :-D

Monika227
09.03.2006, 00:58
ich glaub ich mag beides, die Tätigkeit und das Produkt.... beim stricken zum Beispiel

wetterhexe
09.03.2006, 12:28
Eigentlich hasse ich Handarbeiten....schon seit meiner Schulzeit. Meine Lehrerinnen habe es geschafft, mir die Freude daran gründlich auszutreiben.

Letzten Dezember habe ich dann das Schalstricken entdeckt. Mit so bunter, fusseliger Wolle. Ich habe in den darauffolgenden Monaten dutzende Schals in allen möglichen Farbvarianten gestrickt und immer gleich weiterverschenkt, weil schliesslich habe ich nur einen Hals und die Woche nur sieben Tage.

Mittlerweile habe ich genug vom Schalstricken, habe aber bemerkt, dass ich, wenn ich abends was "zusammenschnurpfe" ich das naschen vergesse. Also suchte ich mir etwas neues und bin in meiner Kindheit fündig geworden. Nun mache ich seit ein paar Tagen "Frivolité" (auch Occhi genannt). Ich freue mich wie ein kleines Kind, wenn mir eine Musterspitze gelingt. Aber eigentlich ist es mir egal, ob ich nun einfach tonnenweise Spitzenbändchen knüpfe oder was anderes. Hauptsache ich bin beschäftigt. Das lenkt von den Süssigkeiten ab und man kann sich herrlich dabei entspannen.

Also langer Rede kurzer Sinn...die Tätigkeit ist mir viel wichtiger als das Endprodukt.

Elena
09.03.2006, 12:44
Ich stricke zwar nicht, mache aber allerlei andere Dinge.

Die Tätigkeit selbst geht mir meist auf die Nerven, es dauert mir immer viel zu lange, bis das Ergebnis da ist (und ich bin ja faul...).
Spaß habe ich natürlich irgendwie auch daran....

Ich habe immer so viele Ideen und auch den inneren Drang, diese umzusetzen ...aber: es geht mir hauptsächlich um das Endprodukt... Und wenn das so geworden ist, wie ich's mir vorgestellt habe, freu ich mich. :-)

lorchen
09.03.2006, 13:04
Ich hatte mal eine recht extreme Window-Color-Phase, in der ich teilweise DIN A 2-große Bilder angefertigt habe. Das hatte schon was Meditatives - jedoch waren die meditativen Gedanken genauso schnell wieder vergessen, wenn die Farben nicht so wollten wie ich oder ich schon wieder irgendwo übergemalt habe. Sagen wir´s mal so : ich habe diese Bilder angefangen, um mich zu beschäftigen, und nach einiger Zeit fing ich dann an, wirklich auf Schönheit zu arbeiten und war dann auch immer sehr zufrieden, wenn die Bilder irgendwann komplett getrocknet waren und ich sie aufhängen konnte. :zustimm:

Jedes einzelne Wort könnte von mir sein :-o :-D Nur die Sachen mit Bläschen - die machen mich waaahnsinnig - hast du vergessen :-D

Ich mache wahnsinnig gerne Mandalas mit WiCo - allerdings macht es mir mehr Spaß, sie zu malen, mir Farben dafür auszusuchen und Glitzersteinchen bereitzulegen, als nachher krampfhaft einen Platz dafür zu suchen :lol:
Allerdings bin ich auf etwas komplizierte Gebilde oder besonders schöne auch immer sehr stolz :schaem:

sallysmile
09.03.2006, 23:42
Die Tätigkeit selbst geht mir meist auf die Nerven, es dauert mir immer viel zu lange, bis das Ergebnis da ist (und ich bin ja faul...).
Spaß habe ich natürlich irgendwie auch daran....

Ich habe immer so viele Ideen und auch den inneren Drang, diese umzusetzen ...aber: es geht mir hauptsächlich um das Endprodukt... Und wenn das so geworden ist, wie ich's mir vorgestellt habe, freu ich mich.

Geht mir ganz genauso. :zustimm:

Misty
10.03.2006, 10:45
Ich male und da geht es mir sowohl um den Vorgang des Malens - da geht es mir wie einigen anderen hier - es gibt einen richtige Flow - aber auch um das Ergebnis. Das muss mir gefallen und daran arbeite ich dann intinsiv. Ich gehe da auch so weit, das Ganze wieder zu übermalen und neu anzusetzen.

Ich hänge dann meine Bilder natürlich auch auf.

Antoinette
10.03.2006, 17:56
Ich stelle Schmuck selbst her. Haarspangen, Haargummis und Broschen. Trage alle sehr gerne, weil sie anders sind wie der übliche Schmuck und niemand sonst trägt exakt das Teil, was ich im Haar oder sonst wo habe :-D Trage aber auch gekaufte Sachen. ;-)

Habe früher auch Windowcolor gemacht, allerdings nach dem die ersten Bilder nicht so vom Fenster und von Türen abwollten, wie ich, hab ich es nicht mehr gemacht :nein:
Mein Kühlschrank ist noch mit meinen damaligen Werken dekoriert (Weinreben). Da sie da wahrscheinlich so lang verweilen, wie der Kühlschrank noch lebt, ist es nicht schlimm, wenn sie nicht mehr ab wollen ;-)
Mit den Restfarben habe ich im Übrigen Leinwände bepinselt :-D Die Bilder sahen strange aber schön aus - wie aus Wachs gegossen. Da sie aber zu meiner jetzigen Einrichtung nimmer passen, wohnen sie nü auch im Keller :nixweiss:

Hausdeko bastel ich sehr gern selbst :zustimm: Immer passend zur Stimmung und Jahreszeit :top:

Meist ist es so, dass wenn ich mir was in den Kopf setze, dann macht mir das auch Bock die Idee umzusetzen, obgleich ich wie ein Seemann fluche, wenn es mal nicht so klappt wie ich es will. :schaem: Sind schon Haarspangen und Fimo durch die Gegegend hier geflogen :schaem: Und der letzte Adventskranz hätte locker mit einer Voodoopuppe mithalten können :fiesgrins:

miss golightly
11.03.2006, 11:26
Hallo,

mir ist beides wichtig.

Da ich den ganzen Tag im Büro sitze und rechne, brauch ich abends irgendeine andere Tätigkeit. Ich find auch, dass es was meditatives hat, wenn man sich kreativ betätigt, ob nun nach Vorlage oder komplett selbst entworfen, ist dabei egal, schliesslich "macht man ja selbst"... :-)

Aber mir ist auch das Endprodukt wichtig, schliesslich ist das dann auch immer ein Einzelstück und das ist schon toll :zustimm:

@Antoinette, was für Haargummis, die mit Stoff drum? Die hab ich mal versucht, aber die muss man so seltsam einstülpen, um sie zusammennähen zu können, dass ich fast nen knoten im Hirn hatte :lol:

kannst du mal ein paar Beispiele zeigen? :-)

Spazl
11.03.2006, 20:27
Für mich hat beides den gleichen Stellenwert.
Ich mache sehr gerne etwas mit den Händen, es vergeht auch kaum ein Tag, an dem ich nichts mache (basteln, malen, stricken....), ich weiß aber schon vorher, wer oder wohin das Endprodukt kommt (Familie, Haushalt, Deko oder Geschenke für Freunde). Es tut einfach gut, etwas selbst zu erschaffen.Seele und Geist sind mit eingebunden.
Ich suche mir also bewusst ein Objekt aus, das ich dann (egal, welcher Frust,wärend der Entstehungszeit aufkommt) fertigstelle.
Und ich besuche auch Kurse.Nebenher noch etwas in der Gemeinschaft zu plaudern und produktiv zu sein, genieße ich auch.

Spazl
12.03.2006, 09:27
Äääähm, ich liebe meine handgefertigten sachen, hab aber gemischte gefühle, wenn ein Stück fertg ist. Denn die Arbeit daran hat sowas meditatiiiiives.:zustimm: :zustimm: :zustimm:

Also, ich trage hier zuhaus unheimlich gern meine Wollsocken. Und ich bin beinah froh, dass sie sich, weil ich immer auf Socken laufe, irgendwann durchscheuern. dann kann ich Nachschub stricken :irre:

ich liebe es einfach, was vor mich hin zu knüddeln . Und erwiesenermassen sinkt beim handarbeiten der Blutdruck, und alles entspannt sich.
Beim Akkordstricken maut allerdings irgendwann mein Nacken. Daher hab ich nun immer verschiedene Handarbeiten nebenher laufen. Mal strick ich, dann stick ich wieder, und so weiter....

Schade, dass idu nicht in meiner Nähe wohnst.:-D Muss immer für 5 Personen Socken stricken und komme manchmal kaum hinterher ......Wenn ich hin und selbstgestrickte dazukaufen könnte:-D , hätte ich mehr Zeit für andere Basteleien...

Ina
12.03.2006, 11:11
Jaaa, das würde, schon durch die Portokosten und allein das material wohl ein teurer Spass.....:gruebel:

Miaomiao
12.03.2006, 11:21
Meine Handarbeitskenntnisse beschränken sich auf´s Stricken. Das tue ich dann allerdings auch mit Hingabe.:-)
Und dabei geht es mir wie Marla, ich stricke um mich zu entspannen, das ''Endprodukt'' interessiert mich eigentlich gar nicht so.
Ich habe diesen Winter schon so einige Mützen, Schals, Stulpen und Socken produziert:-D und meine Familie und Freunde freuen sich über die Sachen!

Mein Problem ist allerdings,dass ich durch dieses ''Entspannungsstricken'' total eingeschränkt bin. Ich würde gerne z.B. mal eine Strickjacke stricken, aber ich denke, ich müßte mich dabei einfach zu sehr konzentrieren und nachher zusammennähen etc. und ich glaube, dabei würde mir dann einfach die Lust vergehen.:schaem:

LG,Miaomiao:-)

Ina
12.03.2006, 11:24
Ach miaomiao, das ist garnicht so schwer.... das kann sogar ich:schaem: :-D.
Versuchs einfach mal... vielleicht für den Anfang mit was ärmellosem.... :zustimm:

Miaomiao
12.03.2006, 12:57
Vielleicht sollte ich es wirklich mal versuchen...:zustimm:
Reizen würde es mich ja schon!

LG,Miaomiao

Antoinette
12.03.2006, 13:52
@Antoinette, was für Haargummis, die mit Stoff drum? Die hab ich mal versucht, aber die muss man so seltsam einstülpen, um sie zusammennähen zu können, dass ich fast nen knoten im Hirn hatte :lol:

kannst du mal ein paar Beispiele zeigen? :-)


Also die mit Stoff drum rum, hab ich früher mal auch gemacht :zustimm: Ich hatte dann den Schlauch erst fertig genäht gehabt, habe ihn dann auf die richtige Seite rumgedreht gehabt (Stift zur Umstülphilfe genommen ;-) ) und habe dann die Enden zusammengenährt bis auf ein Loch von ca. 1-2 cm. Das Gummiband (Meterware) habe ich dann auf eine Haarnadel gezogen und habe mit deren Hilfe das Gummiband einmal durch den Stoffschlauch gezogen und die Enden des Gummibande habe ich dann zusammen geknotet. Das Miniloch habe ich dann zugenäht... :gruebel: Ich weiß nicht, ob das jetzt verständlich erklärt war... vielleicht mache ich mal wieder welche aus Stoff und mach dann Foddos dazu :idee:

Die letzten, welche ich gebastelt hatte, waren gekaufte einfache Haargummis, die dann mit gebastelten Schleifen und Blumen verziert wurden. Hier mal ein Paar Beispiele. (http://img96.imageshack.us/img96/9509/haaregummies1ng.jpg/url)

Die Schleifen und Blumen habe ich erst mit wenigen Nähten fixiert und habe sie dann nochmals mit Heißkleber bombensicher verkleistert :top:

miss golightly
12.03.2006, 15:43
@Antoinette
Danke für die Beschreibung, ja die ist verständlich, ich frag mich grade, warum ich damals solche Schwierigkeiten hatte:patsch: ... ich glaub, weil ich die Quernaht mit der Maschine genäht hab... und dann bin ich durcheinandergekommen :lol:

Danke für die Bilder :-) Hey, die Idee mit den Schleifen find ich gut, damit lassen sich die Gummis ja gut aufpeppen. (Warum ist die eine Blume so unglücklich? ;-) ) Und Heisskleber reicht? Na dann ist es ja eine einfache Sache :freu:

Antoinette
12.03.2006, 16:04
@Miss Golightly: Huch - das freut mich, dass es doch noch verständlich geworden ist ;-) Heißkleber reicht völlig, weil der noch etwas vom Gummiband durch die Hitzte anlöst bzw. in die Stofffaser eindringt und wenn das dann kalt wird sitzt es :top:

PS: ist eine depressive Blume :lol: ;-)

Nova_Heart
14.03.2006, 15:13
Es kommt drauf an, was ich mache...

Beim Stricken eher auf das Endprodukt. Ich bin wahnsinnig ungeduldig und will immer ganz schnell fertig sein. Deswegen stricke ich meistens nur kleine Sachen, also Socken, Schal, Stulpen, Mützen... Pullover und so weiter dauert immer ewig. Ich stricke mega-fest, deswegen füllt das alles nicht so richtig. Dafür sieht das Endprodukt dann auch aus wie aus dem Laden, was dann wieder vorteilhaft ist.

Beim Scrappen beides. Allein alles zusammenzusuchen und überall nach Arbeitsmaterial zu stöbern macht riesig Spaß und dann alles auszubreiten und anzufangen... natürlich freu ich mich dann auch über das fertige Produkt, wenn ich es denn aufhängen, verschenken oder zeigen kann.

Frl.Flauschig
14.03.2006, 15:27
bei mir ist es die tätigkeit was wichtiger ist. ich liebe origami, das ist ungemein beruhigend & macht auch einen heidenspass. oder silberschmieden. ich liebe es rumzuwerkeln, zu feilen und zu schmirgeln, habe aber die meisten schmuckstücke nie angehabt - und die papierkunstwerke fristen in einer schachtel ihr dasein... auch komisch, oder? :gruebel:

Nixe
14.03.2006, 18:02
Kommt drauf an... Wenn ich male oder zeichne geht es mir vor allem um das fertige Produkt. Beim Handarbeiten oder Backen dagegen ist die eigentliche Tätigkeit für mich das Schönste und wichtigste.